Von der Planung in die Umsetzung: Der Südkreis-Verbund schafft konkrete Informationsangebote
Die gemeinsame Kommunale Wärmeplanung für den Südkreis Cuxhaven ist abgeschlossen. Doch damit endet der Prozess noch lange nicht: Die vier Südkreisgemeinden gehen jetzt gemeinsam in die Umsetzung. Im Mittelpunkt stehen zunächst konkrete Beratungsangebote und Informationsveranstaltungen für Eigentümerinnen und Eigentümer älterer Gebäude und Heizungsanlagen. Nachdem am 17. August der Rat in Beverstedt als letztes Gremium im Verbundgebiet dem gemeinsam erstellten Wärmeplan zugestimmt hatte, nahm das gemeindenübergreifende Wärmewendeteam offiziell seine Arbeit auf. Die Klimaschutzmanager und -managerin der Gemeinden koordinieren seitdem die nächsten Schritte und setzen erste Schlüsselmaßnahmen aus dem Wärmeplan um. „Uns ist wichtig, dass wir die Menschen in unseren Gemeinden bei den anstehenden Veränderungen nicht alleinlassen", sagt Ann-Christin Wengel, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Hagen im Bremischen. „Viele Menschen fragen sich, wie sie ihr Haus künftig zuverlässig und bezahlbar warm halten können, welche Möglichkeiten für ihr Gebäude infrage kommen und welche Förderangebote es gibt. Genau hier wollen wir Orientierung und konkrete Unterstützung anbieten."
Beratung für ältere Gebäude und Heizungen
Ein Schwerpunkt liegt auf der Beratung von Eigentümerinnen und Eigentümern älterer Gebäude. Dabei geht es unter anderem um mögliche Sanierungsmaßnahmen, die Verbesserung der Energieeffizienz und die dazu passenden Fördermöglichkeiten. Ebenso wichtig ist die Beratung von Haushalten, deren Heizungsanlagen älter sind und mit fossilen Energieträgern betrieben werden. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Verbraucherzentrale Niedersachsen gewinnen konnten, in der Beverstedter Feldhofhalle einen ersten Beratungsstützpunkt für den Südkreis zu eröffnen und den interessierten Bürgerinnen und Bürgern dort seit Juni eine kostenfreie Energieberatung anbieten zu können", ergänzt Schiffdorfs Nachhaltigkeitsmanager Birger Auffarth. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist kostenfrei und erfolgt nach telefonischer Terminvereinbarung. Wenn sich im Einzelfall eine zusätzliche Vor-Ort-Beratung als sinnvoll erweist, kann diese mit einem Eigenanteil von 40 Euro vereinbart werden.
Ergänzend zur Energieberatung in Beverstedt stehen mit dem KlimaBauZentrum in Bremerhaven und dem Beratungsstützpunkt der Verbraucherzentrale in Bad Bederkesa weitere unabhängige Beratungsstellen zur Verfügung. Ein weiteres Angebot für Hauseigentümerinnen und -eigentümer bietet die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN). Unter dem Titel „Ich optimiere meine Heizung selbst!" können Interessierte vor Ort prüfen lassen, wie sich eine bestehende Heizung besser einstellen und der Energieverbrauch möglicherweise ohne große Investitionen senken lässt. Dabei kann auch geklärt werden, welche ersten Schritte für das eigene Gebäude sinnvoll sein können.
Weitere Veranstaltungen im Herbst und Winter
Neben den laufenden Beratungsangeboten sind in den kommenden Monaten folgende Veranstaltungen geplant:
5. Oktober, 18.30 Uhr: Informationsveranstaltung "Strom, Wasser und Wärme sparen - Alltagstipps mit sofortiger Wirkung" im Niedersachsenhaus in Bramstedt (um Anmeldung per Mail an wird gebeten)
8. Oktober, ab 16 Uhr: Großer Wärmepumpen-Infotag im Klimahaus und im Atlantic Hotel in Bremerhaven (kostenfreies Ticket erforderlich)
2. November, 18:30 Uhr: Abendveranstaltung der LEB im Werkhof in Beverstedt-Wachholz mit Dr. Thomas Hollands, Klimaschutzmanager der Gemeinde Beverstedt, zur Kommunalen Wärmeplanung und zu aktuellen Entwicklungen
5. November, ab 17 Uhr: Gemeinsame Informationsveranstaltung der vier Verbundgemeinden "Vom Keller bis zum Dach - Praktische Wege zur Wärmewende im eigenen Zuhause" mit der EWE Vertrieb in der Burg zu Hagen in Hagen im Bremischen (um Anmeldung per Mail an: wird gebeten)
26. November, ab 17 Uhr: Gemeinsame Informationsveranstaltung der vier Verbundgemeinden "Vom Keller bis zum Dach - Praktische Wege zur Wärmewende im eigenen Zuhause" mit der EWE Vertrieb im Ratssaal Schiffdorf (um Anmeldung per Mail an: wird gebeten)
Januar 2027: Informationsveranstaltung im Bürgersaal Loxstedt zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz mit Christian Benndorf, Energieberater der Weser-Elbe-Sparkasse
Die Informationsveranstaltungen in Hagen und Schiffdorf stehen ganz unter dem Motto „Vom Keller bis zum Dach - Praktische Wege zur Wärmwende im eigenen Zuhause". Mit interaktiven Vorträgen und Informationsständen geht es dort um die private Wärmewende, unterschiedliche Heiz- und Sanierungsmöglichkeiten sowie die Frage, wie Investitionen finanziell tragbar bleiben können. Teilnehmende Akteure sind u.a. die EWE Vertrieb, der Energieberater der Weser-Elbe-Sparkasse, Christian Benndorf, sowie die Verbraucherzentrale
Wärmeplanung als gemeinsamer Handlungsrahmen
Die Kommunale Wärmeplanung legt nicht für jedes einzelne Haus eine bestimmte Heizungsart fest, sondern schafft vielmehr einen gemeinsamen Orientierungs- und Handlungsrahmen für die Gemeinden, die örtlichen Akteure und die Bürgerinnen und Bürger. Sie zeigt auf, welche Möglichkeiten für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung im Verbundgebiet bestehen und welche nächsten Schritte gemeinsam angegangen werden können.
„Nachdem wir mit Förderantrag, europaweiter Ausschreibung und der Wärmeplanung selbst die vergangenen zwei Jahre mal mehr und mal weniger intensiv an diesem Thema gearbeitet haben, ist es gut zu sehen, dass das Konzept nicht in der Schublade landet", sagt Klimaschutzmanager Thomas Hollands aus der Gemeinde Beverstedt und Mitglied des gemeindenübergreifenden Wärmewendeteams. „Wir gehen jetzt gemeinsam in die Umsetzung. So können wir Angebote bündeln, voneinander lernen und den Menschen vor Ort konkrete Antworten geben," ergänzt sein Loxstedter Klimaschutz-Kollege Eike Schmidt. Die vier Gemeinden setzen dabei bewusst auf Zusammenarbeit. Denn die Wärmewende betrifft viele unterschiedliche Lebenssituationen und Gebäude. Gemeinsam wollen Beverstedt, Hagen im Bremischen, Loxstedt und Schiffdorf dazu beitragen, dass die Wärmeversorgung langfristig verlässlich, bezahlbar und unabhängiger von fossilen Energieträgern und geopolitischen Krisen wird. Treibhausgasneutralität und Klimaschutz sind dabei wichtige Ziele. Vor allem aber soll die Wärmewende für die Menschen vor Ort praktisch handhabbar und finanziell tragfähig sein.
Weiterführende Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender. Bei Fragen nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.



